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10.02.2017
Pascal Hartmann-Boll
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Stell Dir vor, jeder Mensch lebt mit all dem was ihn ausmacht, in einem Haus.  Manch ein Haus ist groß wie ein Schloss, manch eines ist ganz klein und wieder andere sind in den hohen Baumwipfeln versteckt. Alle Häuser sind natürlich ganz unterschiedlich, denn auch die Menschen die sie bewohnen sind ganz unterschiedlich. Einer braucht vielleicht einen Boxraum um einen wütenden Persönlichkeitsanteil zu beschäftigen, ein anderer braucht eine Kuschelkammer für Wohlfühlmomente in schweren Zeiten und wieder andere einen kleinen Tempel, um Kontakt zu Gott aufzunehmen. Alles ist möglich, denn das magische Haus kann sich dem Lauf der Zeit und den Wesen des Bewohners anpassen. Um das Haus herum ist ein wunderschöner Garten angelegt, der hat Zauberkräfte und blüht das ganze Jahr in den schillerndsten Farben. Es gibt einen kleinen See, alte knorrige Bäume, kleine zarte Blüten und manchmal kann man auch dem ein oder anderem Tier begegnen. Der Garten lädt zum Verweilen ein, es gibt eine Bank und wen man Gäste einladen möchte, kann man sie dort treffen. Um den Garten herum steht eine riesengroße Mauer, so hoch, dass man ihr Ende zwischen den Wolken verschwinden sieht. So dick, wie zehn Lastwagen und so fest wie ein Berg, nichts kann sie durchdringen. Die Mauer schützt, den Bewohner des Hauses, sein Haus und seinen wunderschönen Garten. Wenn man jemanden einladen möchte, dann kann er den Garten durch ein großes Tor betreten. Das hat sogar ein kleines Guckloch und wenn man sich nicht ganz sicher ist wer da eigentlich steht oder wenn man die Person nicht so gerne mag, kann man durch das kleine Guckloch nach draußen schauen und sie so auf Distanz halten. Wenn man einen Menschen gerne hat, kann man ihn in den Garten einladen und wenn man einem Menschen besonders vertraut, dann kann man ihn auch mal in das Haus lassen. Doch wehe er benimmt sich nicht und randaliert, da fliegt er hochkant raus. Ab in den Garten oder vor die Mauer. Jedes Haus hat eine verzauberte Schatzkammer. Diese Schatzkammer ist überall unterschiedlich und ist immer so, wie der Hausbesitzer es gerade braucht. Schatzkammern sind natürlich etwas ganz Besonderes, deshalb gibt es für sie auch ein paar Regeln. Die wichtigste ist, dass niemand außer dem Hausbesitzer sie betreten kann. Die zweite, dass ihre Tür immer fest verschlossen ist und die dritte, dass alle Schätze immer zurück in die Schatzkammer gebracht werden müssen. Man darf Schätze natürlich auch mal aus der Schatzkammer holen und einem Menschen zeigen, aber sie werden immer wieder zurück in die Schatzkammer gebracht und stehen nicht einfach im Haus oder im Garten herum. Manche Menschen lassen alles fest verschlossen, niemand kommt in den Garten und niemand wird in das Haus eingeladen. Ganz selten, sprechen sie mal durch das Guckloch, aber meist sind sie allein. Andere jedoch haben alle Türen weit auf, jeder kann ein und ausgehen wie es ihm beliebt, sogar in die Schatzkammer. Sie sind nicht Herr ihres Hauses. Wie ist es bei Dir? Wie sieht Dein Haus aus, welche Räume gibt es und welche Deiner Persönlichkeitsanteile bewohnen es? Manche Menschen brauchen noch einen Tresorraum, um negative Erfahrungen wegzupacken und andere einen Kinosaal um kleine (schöne) Filmsequenzen aus ihrem Leben anzusehen, wie ist es bei Dir? Wie ist Dein Garten gestaltet und was findest Du in Deiner Schatzkammer?  Wenn lädst Du in deinen Garten ein und wer darf mit Dir im Haus verweilen? Vielleicht gibt es sogar Menschen, denen Du einen Schatz aus Deiner Schatzkammer zeigen würdest? Wer muss draußen bleiben und wer kann sich einfach nie in Deinem Haus oder deinem Garten benehmen? Erkunde Dein Haus und male es, wenn Dir danach ist. Aber denk daran, wenn du es anders brauchst, kann es anders werden. Du bist der Herr oder auch die Herrin in Deinem Haus. Herzliche Grüße, Pascal Hartmann-Boll
05.01.2017
Pascal Hartmann-Boll
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Es war einmal ein armer Wanderer, der auf seiner Reise einem Mönch begegnete. „Oh, lieber Mönch“, klagte der Wanderer. „Ich bin so arm und suche nun schon seit Jahren das Glück in der Welt, doch finde ich, wo ich auch bin, nur Leid und Ungemach. Würde ich für jeden Moment des Glücks eine Bohne bekommen und müsst ich mich davon nähren, ich würde erbärmlich verhungern.“ Der Mönch hörte das Klagen des Wanderers ruhig an und griff dann in eine Tasche seines weiten Gewandes. Mit einer Faust voll mit Bohnen tauchte sie wieder auf. Er reichte dem Wanderer die Bohnen und sprach: „Nimm diese Bohnen und pflanze sie immer dann, wenn du einen Moment des Glücks erkennst. Ernte sie und fahre immer so fort, du wirst der reichste Mann im ganzen Land werden.“ Der Wanderer nahm die Bohnen, bedankte sich artig, sprach einen Gruß und machte sich auf um weiter zu reisen. Während er da so lief überkam ihn der Ärger: „Was denkt sich der Mönch denn nur, als ob eine Hand voll Bohnen mich reich machen wird.“ Da sah er einen Vogel, wie er ein liebliches Liedlein sang und dachte bei sich: „Ach wie schön, der Sommer kehrt zurück und die Vögel singen ihre Lieder.“ Er kniete nieder, suchte eine fruchtbare Stelle im Boden und pflanzte die erste Bohne. So ging es weiter und weiter. Der Wanderer war noch nicht im nächsten Dorf angekommen, da war seine Tasche mit Bohnen schon leer. Da dachte der Wanderer: „Was für ein blöder Mönch, jetzt sitze ich hier zu Mittag und bin schon meine ganze Hand voll Bohnen los“. Er ärgerte sich und ging hungrig seines Weges, doch der Wanderer hatte erneut Glück. Nach einer Zeit der Wanderschaft gelangte er in ein Dorf und fand in der Schmiede Arbeit für den Sommer.  Die harte Arbeit ließ ihn den Mönch vergessen. Tag für Tag ging er seinem Werk nach und der Sommer verging. Der Herbst klopfte an die Tür und der kluge Wanderer wusste, wenn er nun nicht die Heimreise antrat, würde er im Winter im Dorf bleiben müssen. Also gab er seine Arbeit auf, packte sein Bündel und machte sich auf den Weg zu den Seinen.  Doch was sah er da auf seinem Pfad, eine Bohnenpflanze rankte an einem alten Ast empor, kein Wanderer hatte sie angerührt. Was sollte man schon mit einer einzelnen Bohnenpflanze anfangen? Der Wanderer pflückte die Bohnen und reiste weiter. Nach und nach entdeckte er alle Früchte seiner Glücksmomente und sammelte sie ein. Sein Wandersack wurde immer schwerer und schwerer, doch als er in der Heimat ankam, hatte er nicht nur genügend Bohnen für eine saftige Mahlzeit, sondern auch genügend um einige einzutauschen, mit anderen ein Feld im Frühjahr zu bestellen und mit dem Rest neue Glücksmomente zu pflanzen. So wurde aus dem armen Wandersmann der reichste Bauer im ganzen Land und noch heute dankt er dem weisen Mönch für seinen Rat. Anleitung Wir leben oft in den Tag hinein ohne ein Bewusstsein für die vielen kleinen Momente des Glücks zu entwickeln. Doch verpassen wir dabei die Möglichkeit uns von den Früchten dieser Glücksmomente zu nähren, seien sie noch so klein. Nehmen Sie sich eine Hand voll Bohnen, Steine oder Perlen und lassen Sie heute in jedem guten Moment eine davon von der linken in die rechte Hosentasche wandern oder sammeln Sie in Ihrem Büro für jeden guten Moment eine Bohne, einen Stein oder eine Perle in einer kleinen Schale. Oft erwarten wir das Feuerwerk des Glücks, den Lottogewinn oder den großen Deal. Doch so etwas passiert in einem Leben nur ganz selten, warten Sie also nicht auf die großen Glücksmomente sondern genießen Sie die vielen kleinen Zeugnisse der Freude, die Ihr Leben so einzigartig machen.  Herzliche Grüße, Pascal Hartmann-Boll
22.10.2016
Pascal Hartmann-Boll
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Resilienz ist mehr als ein Modewort, mehr als ein kryptischer Fachbegriff und mehr als eine bio-psycho-soziale Veranlagung. Resilienz ist ein Haltung, eine mutige Entscheidung, ein innerer Antrieb. Resilienz ist die Fähigkeit an Krisen zu wachsen, eigene Ressourcen zu nutzen und sich trotz allem für das Leben zu entscheiden.  Resilienz (von lat. resilire - zurückspringen, abprallen) beschreibt eine Form der psychischen Widerstandskraft, mit der alle Menschen geboren werden.Sie befähigt uns auch in Zeiten größten Schmerzes, tiefster Trauer oder vollkommener Erschöpfung, innere Ressourcen (wieder) zu beleben.  Resilienzkräfte brauchen einen Nährboden um gedeihen zu können, aber sie sind immer vorhanden. Wir alle kennen Menschen, die gemeinhin als resilient gelten würden. Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten, Biografien und Lebensphilosophien.  Was sie alle vereint? Dass sie nicht versuchen dem Schicksal zu trotzen, sondern es annehmen und den Gegenwind nutzen, um die Segel neu zu setzen. Doch wie können wir unsere Resilienz stärken, wie können wir verschüttete Ressourcen wieder wecken und was braucht es um Krisenzeiten nicht nur zu überstehen, sondern sogar an ihnen zu wachsen?  Ich glaube es ist die Freiheit auch an der Krise zerbrechen zu dürfen. Sich Raum zu lassen für den Schmerz, für die Wut und für die Verzweiflung. Heilung ist häufig möglich, aber nicht immer. Manchmal werden wir Narben behalten, manchmal nicht.Nur wenn wir einem Schicksalsschlag mit all seinen widerlichen Facetten begegnen, ihm die Stirn bieten und als Teil unserer Geschichte akzeptieren, können wir ihn als das begreifen was er ist, ein Stück unseres persönlichen Weges. Und zwar nur das, ein kleiner Teil und nicht der ganze Weg. Wenn wir versuchen zu verdrängen, weiter machen wie bisher und uns keinen Zeit für eine Kurskorrektur geben, dann schleppen wir den Rest unseres Lebens einen unnötigen Ballast mit uns herum und dafür ist der Weg zu lang. Herzliche Grüße, Pascal Hartmann-Boll
25.08.2016
Pascal Hartmann-Boll
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Auch wenn ich alle meine Ratsuchenden als Kund_innen, im Sinne von kundig für sich selbst verstehe, heute einmal eine kritische Perspektive auf Beratungsmotive von Ratsuchenden. Beratung ist eine professionelle Dienstleitung, die eine ausführliche Ausbildung und Selbsterfahrung verlangt. Jede_r Ratsuchende_r hat das Recht, dass diese professionell ausgeführt wird und doch glaube ich, dass folgende Frage falsch formuliert ist. "Warum sollte ich mich gerade von Ihnen beraten lassen?"  Ich wurde bisher einige Male gefragt, warum man gerade zu mir in ein Seminar gehen sollte, warum gerade ich eine Beratung anbieten würde und was man sich davon versprechen könne. Auch in Ratgeberliteratur für Berater_innen und Therapeut_innen findet sich immer wieder diese Frage. Es geht dabei um Marketing, um seriöse Ausbildungswege, um Spezialisierungen, um Kreativität und um eine Dienstleistungshaltung. Alle diese Anliegen haben selbstverständlich ihre Berechtigung, doch häufig wird die viel wichtigere Frage vergessen.  "Warum sollten ich als Berater_in dieser Person überhaupt meine Dienstleitung zur Verfügung stellen?" Warum sollte ich als Berater_in, dieser Person überhaupt einen Termin und damit die Möglichkeit zur Weiterentwicklung geben?Beratung und Therapie sind keine Dienstleitungen wie der Bau eines Hauses oder die Inspektion eines Autos. Als Berater_innen und Therapeut_innen sind wir nicht alleine verantwortlich für das Ergebnis des Prozesses. Wir sind Begleiter_innen und unsere Aufgabe ist zuallererst einmal nur, einen professionellen Rahmen zu schaffen.  Natürlich könnte man sagen, jede_r der/die zu mir kommt hat eine ernsthafte Veränderungsmotivation, aber ich behaupte, das ist nicht so. Viele Menschen versprechen sich Wunder und Zauberei von Beratung bzw. Therapie. Das ist nicht erstaunlich, gibt es doch auf dem Markt eine Menge Menschen, die genau das anbieten und nach einer Sitzung die absolute Lebensveränderung versprechen. Richtig ist, Beratung und Therapie müssen nicht lange dauern um gut zu funktionieren. Falsch ist, zu behaupten es gäbe den einen Lösungsschlüssel, der uns alle in ein glückliches und erfülltes Leben ohne Anstrengungen und Sorgen führt.  "Wir müssen als Berater_innen begreifen, dass wir nicht nur in der Bringschuld sind." Natürlich ist es meine Aufgabe neue Impulse zu geben, nicht gleich beim ersten Widerstand das Handtuch zu werfen und auch mal mit den Ratsuchenden die "Klagemauer" zu überwinden. Als Berater_in stehe nicht ich im Mittelpunkt des Beratungsprozesses, sondern mein_e Klient_in und das Anliegen, doch das reicht nicht.Die lösungsorientierten Schulen sprechen davon, dass Ratsuchende in drei verschiedenen Kategorien einzuordnen sind, um sie dann von einer in die andere zu führen. "Die Besucher_innen, die Klagenden und die Kund_innen." Besucher_innen haben quasi kein Problembewusstsein, es sind oft "Geschickte". Als Berater_innen hat man hier fast keine Chance, formale Aufklärungen, ein paar Komplimente und ein Angebot müssen, neben einer vorsichtigen Problemexploration, reichen. Klagende dagegen sind sich eines Problemes sehr bewusst, setzen jedoch sich und das eigene Verhalten damit nicht in Bezug. Es sind die Anderen oder die ungerechte Welt, welche die Schuld tragen. Kunden hingegen erkenne ein Problem und erkennen auch, dass sie ein Teil des Problems bzw. (richtigerweise) vor allem ein Teil der Lösung sind.  Gelingt es nicht, den Ratsuchenden zu Kund_innen zu machen, also in einen Zustand zu bringen, in dem sie sich selbst als Teil des Problems und aktive Gestalter_innen begreifen, ist es die Aufgabe der Berater_in diese Person wieder nach Hause zu schicken. Nicht jeder hat wirklich Interesse daran neue Wege zu gehen. Manch eine_r möchte lieber das Honorar zahlen und eine Absolution für das eigene Verhalten bekommen, den seelischen Müll loswerden oder über die Ungerechtigkeiten der Welt schimpfen. Damit kann man sicherlich Geld verdienen, aber es hat nichts mit Beratung zu tun.  "Beratungsprozesse sind sensible Konstrukte, in denen Veränderung geschehen kann." Beratung kann nur funktionieren, wenn beide Seiten aktiv und selbstkritisch an der Konstruktion neuer Perspektiven und Verhaltensweisen arbeiten. Dies kann nicht geschehen, wenn wir uns ausschließlich ans Dienstleister_innen begreifen. Denn dann besteht die Gefahr, mehr zum Erhalt der aktuellen Lebenssituation beizutragen, als sie zu verändern.  Herzlichst, Pascal Hartmann-Boll
30.06.2016
Pascal Hartmann-Boll
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Zuerst müssen wir einmal darüber sprechen, welche Art von Beratung wir meinen. Ernährungsberatung, Finanzberatung oder etwa Rechtsberatung? Nein, in diesem Beitrag geht es um "psychosoziale Beratung", also Beratung die an psychischen und sozialen Prozessen ansetzt. Warum ich diesen Beitrag schreibe? Nun, stell dir einmal vor du gehst zu einer Person, welche behauptet sie könne die Elektrik in deiner Wohnung verlegen. Als Qualifikation gibt diese Person an, selbst schon häufig Glühbirnen ausgetauscht zu haben und sehr viel über Elektrizität gelesen zu haben. Außerdem habe sie ein Zertifikat einer Online Akademie vorzuweisen. Würdest Du dieser Person dein Vertrauen schenken, ein hohes Honorar zahlen und dann mit einem guten Gefühl den Lichtschalter betätigen?  Nun wird jemand behaupten, dieser Vergleich hinke, also noch ein zweites Beispiel. Stell dir vor du gehst zu eine_r Finanzberater_in. Seine/Ihre Qualifikation ist, dass er/sie selber schon Geld auf einem Konto angelegt habe, außerdem wäre er/sie nun schon Mitte 40 und habe seit fast zwanzig Jahren ein eigenes Einkommen und seiner/ihrer Schwester schon häufig bei der Steuererklärung geholfen. Würdest du dich von ihm/ihr zu einem Risikoreichem Finanzgeschäft beraten lassen? Menschen verfügen über drei unterschiedliche Wissendimensionen, das biographische Wissen (auch Lebenserfahrung), das intuitive Wissen (auch Bauchgefühl) und das professionelle Wissen (objektiv überprüfbar).  Warum ist es wichtig, dass ein_e Berater_in nicht auf Basis seines eigenem biographischen Wissens oder dem Bauchgefühl berät? Weil es absolut subjektiv ist und massive Lücken aufweisen kann, ohne das der/die Berater_in selbst davon weiß und weil Ratsuchende für ein Honorar zwischen 60 und 90 Euro in der Stunde eine fundierte Beratung verdient haben.  Psychosoziale Beratung muss auf Basis professionellem Wissens stattfinden, es muss gesichert sein, dass der/die Berater_in nicht nur seine persönlichen Interessengebiete beherrscht, sondern auch in allen anderen Beratungssituationen adäquat reagieren kann. Dazu gehört auch, eigene Grenzen zu kennen und einzuhalten.  Für psychosoziale Beratung ist eine eigene thematische Betroffenheit, wenn sie nicht in der Lehre aufgearbeitet wurde, sogar kontraproduktiv. Niemandem hilft es, gemeinsam über ein Problem zu klagen und auch wenn man es selbst bewältigt hat, muss dem/der Berater_in klar sein, dass dieser Weg nicht für jede_n Ratsuchende_n der passende ist. Als Berater_innen üben wir uns in Abstinenz, das heißt wir halten uns zurück und stellen den/die Ratsuchende_n in den Mittelpunkt des Prozesses, betrachten ihn/sie als Profi seines/ihres eigenen Lebens. Wir begleiten die/den Ratsuchend_e ein Stück, machen sie/ihn aber nicht abhängig von unserer Hilfe, setzen Grenzen. Wir nehmen ihm/ihr keine Entscheidung ab, sondern zeigen Möglichkeiten auf, um eigene Entscheidungen zu treffen und neue Erfahrungen zu machen. Das ist manchmal sehr schwer und deshalb begeben sich professionelle Berater_innen in eine regelmäßige Supervision. Hier können dann Vorgehensweisen und eigene Anteile reflektiert werden.  Psychosoziale Beratung ist ein Handwerk, das erlernt werden muss. Fragetechniken, welche oft ganz einfach und spontan wirken, müssen langwierig geübt werden. Eine Beratungssitzung, die vom Beginn bis zum Ende ganz unkompliziert wirkt, ist ein sensibel choreographierter Ablauf und das ist auch gut so. Berufsverbände mit Listen über qualifizierte Berater_innen und Therapeut_innen sind z.B. der DGSF e.V. und der GwG e.V..  Herzliche Grüße, Pascal Hartmann-Boll
16.05.2016
Pascal Hartmann-Boll
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...angenommen du hättest die freie Wahl dich zu entscheiden... ...angenommen du würdest das Leben das du führst als Konsequenz deiner Entscheidungen betrachten... ...angenommen du könntest dir erlauben, über Schicksalsschläge zu trauern und ihnen dann einen Platz in der Vergangenheit geben... ...angenommen du gestattest dir, dich von Erwartungen deiner Umwelt zu lösen... Wie würdest du dann leben? 
31.01.2016
Pascal Hartmann-Boll
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Viele Therapeut_innen arbeiten gerne mit Bild- oder auch Impulskarten, jedoch fehlt Klient_innen oft die Übung und Erfahrung um sie assoziativ für sich zu nutzen. In meiner Arbeit habe ich eine Methode entwickelt, die durch einen Assoziationsprozess führt und gleichzeitig Freiheit, als auch eine klare Struktur anbietet. Dabei gilt es gerade für den/die Therapeut_in Zurückhaltung zu beweisen und den Prozess sensibel zu begleiten.  Ablauf:  Suchen Sie sich für diese Methode ein Set an Bildkarten mit mindestens 80 verschiedenen Motiven aus. In vielen Buchhandlungen und auch im Internet wird man schnell fündig. Viele Therapeut_innen stellen sich auch ein ganz persönliches Kartenset im Verlauf Ihrer Tätigkeit zusammen oder gestalten es sogar selbst. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, die Bilder dürfen abstrakt oder auch ganz "eindeutig" sein. Wichtig ist, dass die Karten nicht Beschriftet sind (auch nicht auf der Rückseite) und nur das einzelne Motiv sichtbar ist.  Bereiten Sie Ihren Therapieraum nun entsprechend vor und legen Sie die Bildkarten so aus, dass die Motive nicht sichtbar sind.  Beginnen Sie die Sitzung, wie Sie es gewohnt sind und Ihr Verfahren es gebietet. Fragen Sie dann, ob Ihr_e Klient_in sich auf die Methode einlassen möchte. Wenn diese nicht der Fall ist, beschreiben Sie die Methode ausführlich. Sollte dann noch immer keine Bereitschaft bestehen, weichen Sie auf ein anderes Vorgehen aus. Versuchen Sie nicht Druck aufzubauen, um die Methode zwanghaft durchzusetzen.   Sollte eine Breitschaft des Ratsuchenden bestehen,  führen Sie Ihre_n Klient_in langsam zur Formulierung einer Frage. Achten Sie dabei darauf, dass diese möglichst handlungsorientiert und offen gestellt ist. Geschlossen Fragen (Ja/Nein) bieten sich in der Regel nicht an.   Fragebeispiele:  Was kann ich tun um mein Selbstbewusstsein zu stärken?  Wie kann ich es schaffen meine Aggressionen zu kontrollieren?  Was könnte mir helfen meine Trauer zu bewältigen ?  Was müsste geschehen, damit meine Beziehung zu meinen Eltern sich verbessert? (Diese Frageform ist nicht konkret handlungsorientiert, z.B. aber bei Widerständen an oder auch um anschließend mit den Ergebnissen weiter zu arbeiten) Wenn Sie eine passende Frage gefunden haben (Klient_in um Rückmeldung bitten, die Frage muss für ihn/sie passen), notieren Sie diese und legen Sie die Frage für Ihre_n Klient_in gut sichtbar aus (z.B. mit Hilfe Moderationskarte oder Flipchart).  Anschließend sollten von ihm/ihr drei Motivkarten, blind ausgewählt werden.  Achten Sie darauf, dass die Motive noch nicht angesehen werden und legen Sie diese verdeckt unter der vorher formulierten Frage aus.  Von nun an müssen Sie sich als Berater_in und Therapeut_in in Zurückhaltung üben. Ohne Erlaubnis Ihre_r Klient_in geben Sie keine Rückmeldungen, sondern stellen nur Rückfragen um den Assoziationsprozess zu erhalten bzw. um auf die Grundfrage zu achten. Sorgen Sie dafür, dass ihr_e Klient_in die Grundfrage im korrekten Wortlaut wiederholt und im Prozessverlauf nicht verändert. Sprechen Sie die Frage wenn möglich nicht vor.  Ihr_e Klient_in darf nun die erste gezogene Karte aufdecken. Stellen Sie nun wiederholt, an passender Stelle oder auch wenn der Prozess stockt, folgende Fragen (variieren Sie die Fragen gerne, stellen Sie aber keine Suggestivfragen) und notieren Sie im Wortlaut alles was Ihr_e Klientin sagt:  Beispiele:  Wie lautet Ihre Grundfrage?  Beschreiben Sie die Bildkarte.  Was sehen Sie auf der Bildkarte ?  Was hat das mir Ihrer Frage zu tun?  Was könnte das für Ihre Frage bedeuten?  Wie könnte das zu Ihrer Frage passen?  Lassen Sie Ihre_e Klient_in berichten. Oft hilft es erstmal nur das beschreiben zu lassen, was auf dem Bild zu sehen ist. Stellen Sie konsequent die Fragen und führen Sie Ihre Klient_in durch die Assoziation.  In der Regel wird es Ihren Klient_innen nicht schwer fallen Lösungsanregungen und Impulse aus dem Motiv zu assozieren. Wenn der Prozess langsam zur Ruhe kommt und Sie merken, dass das Bild ausreichend genutzt wurde, lesen Sie noch einmal alles vor was gesagt wurde und gehen Sie zum nächsten Bild über. Verfahren Sie hier ebenso und führen Sie den Prozess bis zum dritten Bild zu Ende.  Lesen Sie, wenn der/die Klient_in alles geäußert hat, was ihm/ihr wichtig ist, noch einmal alles vor, was gesagt wurde.  Nun dürfen Sie Ihre_n Klient_in fragen, ob Sie eine Rückmeldung geben dürfen. Sollten Sie die Erlaubnis erhalten, lassen Sie Ihren eigenen Assoziationen freien Raum und teilen Sie diese mit.  Händigen Sie dann alle Notizen aus und lassen Sie den/die Klient_in ein Foto von den Bildkarten machen (als Erinnerung).  Beenden Sie, Ihrem Verfahren entsprechend, Ihre Sitzung.  Diese Methode ist in unterschiedlichen Verfahren nützlich, da sie Aspekte unterschiedlicher Schulen berücksichtigt. Nutzen Sie sie ganz nach Ihrem Geschmack und haben Sie keine Angst, eigene Variationen einzubauen.  Alles was hilft, ist erlaubt.  Herzlichst, Ihr Pascal Hartmann-Boll --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Kurzanleitung 1.  Raum vorbereiten und Bildkarten verdeckt auslegen.  2.  Offene, möglichst handlungsorientierte Frage formulieren. Frage notieren und sichtbar auslegen.  3.  Drei Karten auswählen lassen und verdeckt auslegen.  4.  Karten nach und nach aufdecken. Beschreiben lassen und in Bezug zur Frage setzen lassen. Aussagen im Wortlaut mitschreiben. Grundfrage im korrekten Wortlaut wiederholen lassen und Rückfragen (siehe Beispielfragen) stellen. Notizen im Wortlaut rückmelden. 5.  Zum Abschluss alle Notizen noch einmal vorlesen, aushändigen und bei Wunsch des/der Klient_in eigene Assoziationen und Impulse mitteilen. 
03.12.2015
Pascal Hartmann-Boll
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Heute stelle ich Ihnen eine Methode vor, die in unterschiedlichen therapeutischen und spirituellen Schulen, mit unterschiedlichen Bezeichnungen, angewandt wird. Wichtig ist jedoch nur, dass sie wirkt. Ich nenne Sie : „Mein persönlicher Talisman“.  Das theoretische Fundament vernachlässigen wir dabei heute mal etwas, da es auf der einen Seite zu weit führen würde und auf der anderen, die Methode vielleicht behindern könnte (Intellektualisierung). Grundsätzlich ist die Herstellung eines Talismans für alle Alterstufen und alle Kontexte geeignet, jedoch sollte sie immer freiwillig geschehen und in direkter Zusammenarbeit mit der Person erfolgen, die den Talisman verwenden möchte. Beachten Sie  bei dieser Form der Gestaltung aber, dass Sie alle Handlungsschritte möglichst genau befolgen und keine auslassen bzw. anfügen. Manchmal benötigen wir einen kleinen Anstoß, eine Erinnerung oder einen Kraftspender, wenn wir ein bestimmtes Ziel verfolgen. Da kann ein selbst gestalteter Talisman ein wunderbarer Anker im Alltag sein, der uns Mut gibt und den Weg weist. Doch auch schon die Gestaltung des Talismans kann ein wichtiger Baustein des Entwicklungsprozesses sein, denn wir setzen uns ganz bewusst mit dem auseinander, was wir uns so sehr wünschen. Wir entwickeln ein inneres Bild von einem spezifischen  Zustand und schaffen so Anknüpfungspunkte für reale Möglichkeiten, die wir ansonsten vielleicht übersehen hätten. Gezielt verinnerlichen wir Glaubensätze in unserem Bewusstsein und schlussendlich auch im Unterbewusstsein, die uns begleiten und unserer Wahrnehmung der Realität formen. Wie Sie einen Talisman und auch den Weg dorthin so gestalten, dass Sie bewusste und unbewusste Prozesse achtsam berücksichtigen, soll Ihnen diese kleine Anleitung zeigen. Material: Papier, Farbe, feine Pinsel, Stifte, Trägermaterial (Stein, Holzscheibe, Leinwand, etc.) 1.  Legen Sie alle Materialien bereit und decken sie Ihren Arbeitsplatz gut ab. Sorgen Sie für eine ungestörte Atmosphäre, denn von nun an sollten Sie nicht mehr unterbrochen werden. Nutzen Sie zuerst das Papier und die Stifte um einen passenden Satz für Ihren Wunsch oder Ihr Anliegen zu formulieren. Damit Unterbewusstsein Ihre Affirmation auch korrekt verarbeiten kann, kommt es auf eine sinnvolle , konkrete und korrekte Formulierung an. Deshalb sollten Sie in jedem Fall Verneinungen vermeiden und einen Satz immer positiv formulieren. (Nicht „Ich will keine Bewerbungsabsagen mehr bekommen“, sondern „Ich bekomme einen Arbeit, die mich erfüllt“) 2. Wenn Sie einen passenden Satz formuliert haben (achten Sie dabei auf Ihr Gefühl und probieren Sie so lange, bis Sie sich zu 100 % sicher sind) entfernen die Satz- und Leerzeichen. Beginnen Sie vorne und streichen Sie dann Buchstaben weg, sobald sie ein zweites Mal auftauchen. Zum Schluss darf es also keinen doppelten Buchstaben mehr geben.  (Also wird aus „IchbekommeeineArbeitdiemicherfüllt“–„IchbekomnArtdfül“) 3. Nehmen Sie die Buchstaben nun, fügen Sie diese zusammen und gestalten Sie ein grobes Bild oder ein Symbol damit.                                    4.  Verfeinern Sie das Bild oder Symbol nun, indem Sie Formen anpassen oder einzelne Teile entfernen bzw. hinzufügen.  Gestalten Sie es genau so, wie es für Sie stimmt. 5. Gestalten Sie das entstandene Symbol, so wie es Ihnen gefällt (bunt, schwarz, weiß, etc.), auf Ihrem Trägermaterial (Leinwand, Stein, Holzscheibe, etc.). Fertig, sie haben nun ein ganz persönlichen Talisman geschaffen, der Sie bewusst und unbewusst bei Ihrem Anliegen unterstützt. Nutzen Sie ihn so lange, wie er für Sie nützlich erscheint. Legen sie ihn an einen gut sichtbaren Ort oder tragen Sie ihn bei sich. Wenn er seinen Zweck erfüllt hat oder sich Ihr Anliegen verändert, dann geben Sie ihn zurück in die Natur (Achtung, bitte achten Sie auf verträgliches Material) oder bewahren Sie ihn an einer nicht sichtbaren Stelle auf (z.B. einer kleinen Schatzkiste), um ihn bei Bedarf wieder hervorzuholen.  Herzlichst, Ihr Pascal Hartmann-Boll
27.11.2015
Pascal Hartmann-Boll
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Der Dezember steht nun vor der Tür und auf der ganzen Welt bereiten sich Menschen auf eine besondere Zeit vor. Es werden Feste gefeiert, die für uns große Bedeutung haben und die Menschen finden zusammen um gute Momente miteinander  zu verbringen. Wir bereiten uns ganz unterschiedlich auf eine  Zeit vor die, wie keine andere des Jahres, für Gemeinschaft und Besinnung steht. Wir haben nicht alle den gleichen Glauben, vielleicht Glauben wir auch gar nicht. Dennoch kann dieser Monat für uns genau der richtige Zeitpunkt sein um Achtsam zu werden und inne zu halten. In diesem Sinne hier eine kleine Anleitung für einen ganz persönlichen Adventskalender. Material: Schale oder Kästchen, Papier, Geschenkband, Stift, Schere, Anleitung: Nehmen Sie sich das Papier und schneiden Sie (ruhig in unregelmäßigen Formen) 24 kleine Stücke zurecht. Nehmen Sie diese und schreiben Sie jeweils eine der Antworten, auf folgende Fragen und Impulse, mit der Einleitung „Heute schenke ich mir…“ auf und binden Sie die kleinen Karten mit Geschenkband zu.  Achten sie darauf, dass Sie die kleinen Aufgaben und Impulse auch konkret im Alltag umsetzten können, dafür bietet es sich an einen Zeitumfang von fünf bis zehn Minuten einzuhalten und die Formulierung möglichst konkret zu wählen.  Anschließend geben Sie die kleinen „Geschenke“ in Ihre Schale und öffnen in der Adventszeit jeden Tag eines.  Sie können so einen persönlichen Adventskalender natürlich auch verschenken. Viel Spaß und eine wunderbare Adventszeit, Ihr Pascal Hartmann-Boll ----------------------------------------------------------------------------------------- Fragesammlung:  Was schenkt Ihrem Körper am liebsten Wohlbefinden? Was essen Sie besonders gerne in der Weihnachtszeit? Wie bereiten Sie sich persönlich auf Weihnachten vor? Welche Musikstücke versetzen Sie in Weihnachtsstimmung? Was war Ihr schönstes Weihnachtsgeschenk? Welche Geschichten Ihrer Kindheit erinnern Sie an Weihnachten? Was hilft Ihnen Ruhe zu finden? Was versetzt Sie immer wieder in Optimismus? Wo ist Ihr liebster Platz in der Natur? Wer ist Ihr liebster Gesprächspartner? Wo können Sie sich mal richtig gehen lassen? Welches Gedicht versetzt Sie in eine besinnliche Stimmung? Was bringt Sie herzlich zum lachen? Welchen Film schauen Sie am liebsten in der Weihnachtszeit? Welche weihnachtlichen Rituale liegen Ihnen am Herzen? 
04.10.2015
Pascal Hartmann-Boll
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Systemische Therapie gilt als kurzzeitorientiertes Verfahren, doch was heißt das eigentlich? Werden in zwei Wochen alle Sorgen und Nöte aus der Welt geschafft? Reichen ein oder zwei Aufstellungsarbeiten um jegliche Probleme zu lösen? Natürlich benötigt Veränderung Zeit, aber eben auch nicht unbedingt hunderte Sitzungen. Das Leben findet außerhalb der Therapie statt und Systemiker gehen davon aus, dass in wenigen Sitzungen die relevanten Entwicklungen angestoßen werden können. Die Veränderung und die Integration in den Alltag, sowie in das Bewusstsein, benötigt jedoch Zeit, deshalb werden wenige Sitzungen mit vergleichsweise großen Zeitabständen abgehalten. So kann  es sein, dass zehn Sitzungen über ein Jahr verteilt durchgeführt werden.  In diesem Sinne leistet systemische Therapie nicht nur besonders effizient Hilfe, sondern ist auch besonders kostengünstig für den Ratsuchenden. Das Verfahren, welches zwar wissenschaftlich anerkannt ist, jedoch in der Regel selbst finanziert werden muss, handelt nach dem Grundsatz: "Therapie ist das, was zwischen den Sitzungen geschieht" und möchte den Ratsuchenden nicht abhängig von den Helfer_innen machen.  Viele Ratsuchende fragen sich, wie kann in so wenigen Sitzungen mein Problem, meine Persönlichkeit und meine Lebenssituation komplett erfasst und verstanden werden, doch auch dafür gibt es klare Antworten. Auf der einen Seite besitzen Systemiker einen großen Methodenkoffer um gezielt die therapierelevanten Informationen zu sammeln, auf der anderen konzentrieren Sie sich vor allem auf Strukturmerkmale und Muster der Ratsuchenden und verlieren sich nicht in inhaltlichen Diskussionen. Diese leiderzeugenden Muster und Strukturen drücken sich ganz unterschiedlich aus. Manchmal ist es die Art und Weise wie ein Problem geschildert wird und manchmal sind es Handlungen im Leben oder auch in der Familie die sich in unterschiedlicher Art wiederholen. Systemiker arbeiten hier nicht selten konfrontativ und eröffnen so neue Perspektiven, das Muster wird bewusst. Mit einer gezielten Hausaufgabe, kann dann ein Muster unterbrochen werden, wobei Systemiker gerne kreative und manchmal auch ungewöhnliche Wege gehen.  Hier schauen Systemiker oft ganz lösungsorientiert auf Probleme. Essentielle Fragen sind dann: "Wann tritt das Problem nicht auf? Was trägt dazu bei, dass in diesen Zeiten das Problem weniger oder gar nicht vorhanden ist? Wie können diese Dinge ausgeweitet und übertragen werden?" Systemische Therapie kann für Einzelpersonen, Paare und Familien eingesetzt werden und leistet seit vielen Jahrzehnten nachhaltige Hilfe in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. In diesem Sinne gilt: "So viel wie nötig und so wenig wie möglich."

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Keine Heilkunde © Pascal Hartmann-Boll